Anno 1996 waren sie die Metalheadz-Helden und wurden von großen Labels hofiert. Für die Vorschüsse haben sie sich Häuschen und Sportwagen gekauft. Partymuffel, College-Abbrecher und merkwürdige Eigenbrötler mit Fusion-Jazz-Vorlieben. Die bleichen, spindeldürren Jungspunde langweilten sich auf dem Lande abseits von Londons "Inner City Life" und hatten nur Beats, Weed und schnelle Autos im Kopf. Es ist schon so lange her, ich kann mich kaum daran erinnern, aber mal ehrlich: Waren wir früher auch so??! Wenn ja, wäre das eine Erklärung, wieso so wenig getanzt wurde... Was für großartige Musik.
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08 November 2010
13 October 2010
Simon Reynolds "Hardcore Continuum"
Gepostet von
fernando
Simon Reynolds (Jahrgang 1963, was man ihm aber nicht unbedingt ansieht...) ist wohl einer der interessantesten Schreiber in Sachen Popkultur. Ganz gleich ob er über die Zeit nach der Punk-Explosion oder über die Entwicklung von Ravekultur schreibt, die Mischung aus Theorie und persönlicher Faszination, zwischen Reflexion und "Mittendrin", macht das Lesen seiner Texte zu einer spannenden und gleichzeitig erhellenden Angelegenheit. Seinen Blog sollte man auf dem Schirm haben. Besonders lesenswert sind aus meiner Sicht natürlich seine Essays zur Geschichte der "Bass-Musik" in GB. Bleibt zu hoffen, dass er seine Reihe fortsetzt. Es ist ja nicht so, als ob seit seinem letzten Artikel 2005 nichts mehr passiert wäre...26 September 2010
Drum&Bass History: Hidden Agenda "Pressin' On" - Metalheadz Anno 1995
Gepostet von
fernando
Ein damals wie heute außerirdischer Tune und definitiv noch nicht Geschichte...
Finn Johannsen ist DJ, Kulturjournalist (u.a. de:bug, Resident Advisor, D*ruffalo) sowie Labelbetreiber und lebt in Berlin. Für "Sounds Like Me" spricht er mit Menschen über Musik, die ihnen viel bedeutet. In diesem Fall geht es um eine fast vergessene Platte aus der goldenen Ära von Drum&Bass. Spannend ist das Gespräch auch deshalb, weil es nicht nur um persönliche Erlebnisse geht, sondern weil anhand dieser einen Platte die Entwicklung des ganzen Genres bzw. die Geschichte von britischer Club-Musik aufgerollt wird.
http://www.sounds-like-me.com/news/rewind-carlos-de-brito-uber-pressin-on
Finn Johannsen ist DJ, Kulturjournalist (u.a. de:bug, Resident Advisor, D*ruffalo) sowie Labelbetreiber und lebt in Berlin. Für "Sounds Like Me" spricht er mit Menschen über Musik, die ihnen viel bedeutet. In diesem Fall geht es um eine fast vergessene Platte aus der goldenen Ära von Drum&Bass. Spannend ist das Gespräch auch deshalb, weil es nicht nur um persönliche Erlebnisse geht, sondern weil anhand dieser einen Platte die Entwicklung des ganzen Genres bzw. die Geschichte von britischer Club-Musik aufgerollt wird.
http://www.sounds-like-me.com/news/rewind-carlos-de-brito-uber-pressin-on
15 February 2010
Human Jukebox
Gepostet von
drkstr
Manchmal fallen einem ganz offensichtliche Dinge erst spät auf. Das passiert einem sogar, wenn man meint, man sei mit einer Situation ganz und gar vertraut. Oder vielleicht passiert es gerade dann, weil es für einen selbstverständlich ist und man sich keine Mühe mehr macht, genau hinzusehen. Das kann ja auch sehr entspannend sein, vor allem wenn man auf eine Party geht und vor hat zu feiern. Wenn man selbst Veranstalter und auch ein bisschen De Jott ist, ist man ja froh, wenn der technische Blick die Dinge nicht in allzu kaltes Licht taucht. Es geht schließlich darum locker zu lassen, zu tanzen und zu quatschen.
Man holt sich also was zu trinken und schlendert in Richtung Tanzfläche, um sich das Treiben anzuschauen. Je nach Temperament oder Laune kann man sich auch hüpfend fortbewegen und sich direkt ins Getümmel stürzen. Der heutige DJ ist auch schon in Feierlaune, reißt die Arme in die Luft und dreht wild an den Reglern. Er liebt offensichtlich die großen Gesten. Aber wie auch immer man die Musik oder deren Präsentation finden mag, De Jott und die meisten Gäste scheinen Spaß zu haben und das ist ja erst einmal für sich genommen erfreulich.
10 December 2008
...nur ein kurzer Leserbrief an Groove
Gepostet von
drkstr

Warum Drum&Bass „nur“ Tanzmusik ist und von Dubstep tatsächlich abgelöst wurde – oder: Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?
Drum&Bass: Ein Fossil
Blättert man heute durch die aktuellen deutschen Musikmagazine, die sich mit elektronischer Tanzmusik befassen, bekommt man den Eindruck, als gebe es aus der Warte eines Techno-Journalisten keine unbedeutendere Musik als Drum&Bass.
Im Gegensatz zu den großen Dachverbänden House und Techno spricht man von Drum&Bass nur noch als Relikt aus den 90er Jahren, von einem längst überholten Modell, einer höchstens archäologisch interessanten, ausgestorbenen Seitenlinie elektronischer Musik. Man entsorgt ein ganzes Genre oder, falls man taktvoller sein möchte, aber damit nicht weniger skrupellos ist, man spricht D&B ab, überhaupt ein Genre zu sein und als solches die Möglichkeit, sich innerhalb eines genreeigenen Rahmens verändern und aktualisieren zu können.
Wie dem auch sei, Drum&Bass habe sein Potential innerhalb kurzer Zeit verpulvert, sei ausgebrannt, der Vibe (der Geist der Musik) verflogen. Heute ist D&B für das Techno-Feuilleton in etwa so cool und relevant wie Goa. Naja, dieses Genre findet sich immerhin noch im Lexikon, man munkelt sogar von geheimen Parties im Wald…
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